Vitalpilze

Tradition, Herkunft & heutige Bedeutung

Vitalpilze sind besondere Pilzarten, die seit Jahrhunderten sowohl als Nahrungsmittel als auch zur Unterstützung der Gesundheit geschätzt werden. Viele von ihnen sind keineswegs unbekannt: Der Austernseitling ist auch hier ein beliebter Speisepilz, der Reishi wird in Asien traditionell als „Pilz der Balance“ oder „Langlebepilz“ bezeichnet. 
Während dieses Wissen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und anderen asiatischen Gesundheitssystemen seit langem verankert ist, rücken Vitalpilze erst seit einigen Jahren auch im westlichen Raum stärker in den Fokus von Wissenschaft, Medizin und Naturheilkunde. 
Heute beschäftigen sich Forschende, Medizinerinnen und Mediziner sowie Mykotherapeutinnen und Mykotherapeuten intensiv mit ihren Inhaltsstoffen und ihrem präventiven Potenzial. 

Inhaltsstoffe & präventives Potential

Vitalpilze zeichnen sich durch eine Vielzahl natürlicher Inhaltsstoffe aus, von denen einige in dieser Kombination einzigartig in der Natur sind. Dazu zählen unter anderem Polysaccharide (z. B. Beta-Glucane), sekundäre Pflanzenstoffe, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. 
Diese Inhaltsstoffe weisen eine gute Bioverfügbarkeit auf und können vom Körper gut aufgenommen werden. In wissenschaftlichen Untersuchungen wird insbesondere ihre regulierende Wirkung auf körpereigene Prozesse beschrieben.

Besonders bekannt ist ihr Einfluss auf das Immunsystem:
• Vitalpilze können zur Unterstützung eines ausgeglichenen Immunsystems beitragen
• sie wirken dabei nicht pauschal anregend, sondern modulierend – also ausgleichend 
• sie werden traditionell auch im Zusammenhang mit Belastungen des Körpers eingesetzt

Zudem werden bestimmten Inhaltsstoffen antioxidativeantimikrobielle und zellschützende Eigenschaften zugeschrieben. Diese Eigenschaften erklären, warum Vitalpilze vor allem im Bereich der Prävention und ganzheitlichen Gesundheitsförderung geschätzt werden. 

Anwendungsbereiche & praktische Anwendung

In der TCM werden Vitalpilze seit Jahrhunderten eingesetzt – nicht zur isolierten Behandlung einzelner Symptome, sondern zur Stärkung des gesamten Organismus. Dieser ganzheitliche Ansatz steht im Mittelpunkt der traditionellen Anwendung. 
Auch wenn historische Anwendungen keine modernen Heilversprechen ersetzen, liefern sie wertvolle Hinweise. Ergänzt durch aktuelle wissenschaftliche Forschung entsteht heute ein differenziertes Bild über das präventive Potenzial von Vitalpilzen.